Hubertus Schützengesellschaft Büttelborn

Aufstiegskampf KK-Sportgewehr

 

Letzten Sonntag stand der Saisonabschluss mit dem kleinkalibrigen Sportgewehr an. Unsere zweite Mannschaft qualifizierte sich erstmals zum Aufstiegskampf für die Gauliga. Da nächstes Jahr die Klassenstärke von acht auf sechs Mannschaften reduziert wird, gab es heuer ein kleines Gedrängel. Fünf Aufstiegsaspiranten rangelten um zwei Plätze. Der zweite Aufstiegsplatz kam zustande, da Büttelborn eins in die Oberliga aufstieg. Dies allerdings kampflos, da es für zwei Aufstiegsplätze nur zwei Bewerber gab.

Nach Erzhausen hatte unser Gausportleiter eingeladen, um das Spektakel steigen zu lassen. Das in diesem Verein der Schwerpunkt deutlich auf dem Pistolenschießen liegt, konnte er gleich zu Beginn feststellen. Die Pritschen sind keinesfalls Wettbewerbstauglich, doch da alle unter den gleichen Rahmenbedingungen leiden mussten
und niemand einen neuen Termin angesetzt bekommen wollte, unterblieben Proteste.

Im ersten Durchgang legten Michaela Molzahn (277 Rg.) und Max Wedde (274 Rg.) sogleich ordentliche Hausnummern vor. Mit je 95 Ringen liegend, 89 bzw. 88 Ringe stehend und guten 93 und 91 Ringen kniend, hatten wir ein knappes Polster auf den nächsten Verfolger Tell Haßloch. Dieses betrug zwar nur drei Ringe, doch hatten wir hinten hinaus die deutlich besseren Schützen im Aufgebot. Zum dato Drittplazierten SV Eberstadt betrug es schon 24 Zähler. In der zweiten Hälfte agierten Dominik Molzahn und Bernd Wilke auch souverän. Dominik kämpfte im Stehendanschlag um jeden Ring und hatte das Glück des Tüchtigen. Mit 95, 85 und 93 Ringen traf er persönliche Saisonbestleistung und zu diesem Zeitpunkt war es fast schon egal, was Bernd Wilke beisteuern würde. Der Aufstieg war eigentlich schon gemachte Sache. Doch Bernd Wilke wusste dies natürlich nicht und er schoss ein weiteres starkes Ergebnis. Mit 98 Ringen Liegend war er einer der besten Drei Liegendschützen des Tages. Das Probeschießen stehend zog sich hin, da es einfach nicht ordentlich gehen wollte.
Doch da die Wettkampfzeit von 90 Minuten nicht überschritten werden darf, musste er irgendwann doch mal anfangen.
Doch ab Wettkampfbeginn war er wie ausgewechselt. 90 Ringe Stehend trifft er auch nicht alle Tage und er war sichtlich zufrieden. Die letzte Teildisziplin, bei ihm sitzend, da er schon Senior ist, stellt keine große Herausforderung für ihn dar.
Doch nach gutem Probeschießen und den beiden ersten Zehnern im Wettkampf war auf einmal der Teufel drin.
Drei Achter und eine Fünf liegen so gar nicht auf seiner Wellenlänge. Dann noch mal richtig angestrengt
und mit drei Zehnern und einer Neun ausgeschossen = 276 Gesamtringe. Dies bedeutet auch die Einstellung seines Vereinsrekordes. Damit war die homogenste Mannschaft auch souverän ganz oben. 1100 Ringe stellt zugleich die höchste Trefferausbeute unserer Reserve dar. Mitaufsteiger Tell Haßloch  wies schon 36 Ringe Rückstand auf.
Doch egal, auch sie kommen mit in die Gauliga. So halten sich 2014 auch die Fahrwege kurz.

Damit hat Büttelborn erstmals zwei Oberligateams und zwei Gauligamannschaften im Gewehrbereich. Denn neben dem KK-Gewehr schießen beide Vertretungen auch mit dem Luftgewehr hochklassig.

 

Neben dem erfolgreichen Trend im Gewehrbereich haben auch die Pistolenschützen der HSG eine  guten Lauf in 2013.

Mit der kleinkalibrigen Sportpistole wurden wir, nach dem diesjährigen Aufstieg in die Kreisklasse, sogleich Vizemeister.
Nur eine knappe Niederlage zu viel, ließ uns hinter Ginsheim stehen. Dafür haben wir die höchste Ringleistung erreicht.
Den Aufstiegskampf zu Gauliga durften wir deshalb nicht mit bestreiten. Doch da hier der SV Nieder-Ramstadt mit ausgezeichneten 1095 Ringen siegte, brauchen wir uns nicht grämen. Dies liegt noch deutlich oberhalb unseres Leistungsvermögen. Bester Schütze im Team war Thomas Merkel, knapp vor Evelin Kaiser und Robert Glaser.

In der Disziplin Freie Pistole schlug unser Neuzugang Thorsten Schlipf gleich ordentlich ein.
Er ordnete sich knapp hinter der Mannschaftsbesten Evelin Kaiser (Durchschnitt von 242 Ringen) ein.
Bei seinen 239 Durchschnittszählern verbesserte er auch gleich mal den Vereinsrekord auf 254 Ringe und hatte damit auch den größten Anteil am aufgestellten Teamrekord von 706 Zählern. Da wir uns seit Jahren eigentlich immer am Gegner orientieren, gab es dieses Jahr auch wieder Aufs und Abs. Glücklicherweise konstant mit dem besseren Ende für Büttelborn. Die erste Begegnung schossen wir remis und alle anderen gewannen wir.
Damit hatten wir erstmals die Gauliga gewonnen und uns deutlich für den Aufstiegskampf qualifiziert.
Doch auf Grund einer fehlerhaften Aussage der Ligaleitung sagten wir den Qualifikationstag ab, da Schützen nicht antreten konnten. Wie sich jedoch dann hinterher herausstellte, hätten auch drei Akteure genügt, anstelle der geforderten Vier.

An dieser Stelle ein Dank an unsern Schützenmeister Karl-Bernd Schmitt. Er hat den Kontakt zum Landestrainer Pistole hergestellt und mit ihm ein Training im Zwei-Wochen-Rhythmus vereinbart. Herbei haben sich unsere Akteure ein gutes Leistungsniveau angeeignet, welches universal zu nutzen ist. Nicht nur im Luftpistolenbereich stehen wir gut da,
sondern auch die erfolge im Klein- und Großkaliberschießen lassen sich damit erklären.
Zudem hat es sich herumgesprochen, dass Udo Piesche in Büttelborn Training hält. Dadurch nehmen regelmäßig Schützen aus Walldorf, Raunheim, Groß-Gerau und Griesheim daran teil, sofern freie Plätze zur Verfügung stehen.

In der Großkaliberrunde sieht derzeit auch alles nach einem Durchmarsch in der Gruppe B aus. Auch hier ist Neuzugang Thorsten Schlipf (Landesmeister 2013 mit Landesrekord) eine enorme Verstärkung. Zwischen seinen Leistungen und denen des Ligazweiten klafft eine deutliche Lücke. Seinem intensiven Training ist es zu verdanken, dass auch die übrigen Mannschaftsteilnehmer deutliche Verbesserungen erfuhren oder sich zumindest stabilisierten.

Mal sehen ob nicht noch ein/zwei Aufstiegskämpfe Luftpistole herausspringen.